Gemeinsam gegen

steigende Energiepreise

Schon seit 2020 sehen wir Entwicklungen auf dem Energiemarkt, die deutliche Mehrkosten für alle Verbraucher:innen bedeuten. Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind beträchtlich und führen dazu, dass die Preise auf den Energiemärkten sich nunmehr zu vervielfachen drohen. Wir alle fühlen die finanziellen Belastungen in unserem täglichen Leben. Auch wenn die Regierung aktiv daran arbeitet, einen Teil davon aufzufangen, können wir selbst Einfluss auf unsere Energiekosten nehmen. Hier stellen wir Ihnen wertvolle Tipps zusammen und geben Antworten auf Ihre Fragen.

 

Wohlfühlen und Energie einsparen

 

 

Wir verstehen, dass Sie sich in Ihrer Wohnung wohlfühlen möchten. Dazu gehört auch eine entsprechende Raumtemperatur. Um die Versorgung mit Gas in den kalten Wintermonaten sicherzustellen, haben wir unsere Heizungsanlagen verbrauchsoptimiert eingestellt. So können wir als genossenschaftliche Gemeinschaft kostbare Energie einsparen, um die Möglichkeit einer Gasknappheit in den sehr kalten Wintermonaten zu verringern. 

 

Nicht nur die aktuelle Gasknappheit – auch der fortschreitende Klimawandel erfordern heute mehr denn je den sparsamen und bewussten Umgang mit Energie. Klimagerechtes Wohnen und Leben werden immer wichtiger, zudem werden unsere Heizkosten sehr wahrscheinlich auch zukünftig auf einem hohen Niveau bleiben. Gelebte Solidarität macht uns als Genossenschaft aus – bereits seit unserer Gründung. Dazu gehört auch das Verständnis für alle Nachbarinnen und Nachbarn, denn die Verbrauchskosten für Gas werden i. d. R. zu 50 Prozent über die Wohnfläche auf alle Hausbewohner:innen umgelegt. Für viele Mieter:innen können die steigenden Heizkosten zu großen finanziellen Schwierigkeiten führen. Hier halten wir als Genossenschaft fest zusammen und stehen durch das Einsparen von Energie solidarisch füreinander ein und sparen für unsere Mitglieder mit, für die die gestiegenen Kosten eine große Herausforderung darstellen.

 

Fragen und Antworten zu den Themen Energie sparen, heizen und lüften

Wann und bei welchen Temperaturen werden die Heizungen eingeschaltet?

Die Heizsaison beginnt am 01.10. und endet am 30.04. eines Jahres. Sinken die Temperaturen zwischenzeitlich länger als drei Tage unter 16 °C und/oder die Raumtemperatur unter 18 °C, wird die Heizung eingeschaltet.

 

In welchem Bereich liegt die ideale Raumtemperatur?

Die ideale Raumtemperatur in Wohnräumen liegt bei 20 °C – 22 °C, diese erreichen Sie weiterhin. Jedes Grad Raumtemperatur mehr verbraucht mehr Gas und verteuert die Heizkostenrechnung enorm. Stellen Sie Ihre Thermostate so ein, dass Sie die ideale Temperatur von 20 °C – 22 °C erreichen. Halten Sie Räume, in denen Sie sich weniger aufhalten auf einer Grundtemperatur, die höchstens 3 °C darunter liegt. Gekippte Fenster bitte unbedingt vermeiden. Dadurch wird weniger Energie für die Beheizung eines Raumes benötigt, weil die umliegenden Wände nicht auskühlen.

 

 

Wie lüfte ich richtig?

In der kälteren Jahreszeit ist die Stoßlüftung - also das komplette Öffnen der Fenster für 3-10 Minuten – besonders wichtig und beugt Schimmelbildung vor. Denn feuchte und verbrauchte Luft wird so effektiv ausgetauscht.

 

Und so funktioniert es: Stoßlüftung - je nach Außentemperatur - ca. 3-4 Mal am Tag. Dabei sind die Heizkörper- oder Raumthermostate runter zu drehen. Nach dem Lüftungsvorgang können diese wieder auf die vorherige Stellung zurückgedreht werden.

 

Die bereits erwärmten Wände stellen in der kalten Jahreszeit sicher, dass nach dem Stoßlüften in kürzester Zeit eine normale Raumtemperatur wieder erreicht wird.

 

Was kann ich tun, damit ich optimal heize?

Heizkörper bitte immer frei von Gegenständen lassen, da sich die erwärmte Luft ansonsten nicht im Raum verteilen kann. Möbel und Vorhänge sollten die Heizkörper also nicht verdecken, da dies die Heizleistung stark vermindert.

 

Das Schließen der Rollläden, Vorhänge oder Innenrollos verringert nachts den Wärmeverlust durch die Fenster um ca. 20 Prozent. Wer Vorhänge oder Innenrollos schließt - morgens bitte die niedergeschlagene Feuchtigkeit an den Scheiben, Rahmen und Bereich hinter den Rollos/Gardinen mit einem Lappen entfernen, da hier ansonsten schnell Schimmel entstehen kann.

 

Wie vermeide ich Schimmelbildung?

Wichtig und besonders effektiv bleibt die Stoßlüftung. Aber auch Möbel sollten immer einen Abstand von ca. 5 cm von der Wand haben. Nur so kann die Luft zwischen Wänden und Möbeln zirkulieren, damit sich Feuchtigkeit nicht festsetzen kann.

Wie heize ich, wenn ich längere Zeit mal nicht zu Hause bin?

Bei längerer Abwesenheit die Raumtemperatur bestenfalls um maximal 3 °C runterregeln. Kühlt eine Wohnung zu stark aus, verbraucht das Aufheizen der Wände mehr Energie als durch das Absenken der Raumtemperatur eingespart wurde.

Wird die Raumtemperatur nachts abgesenkt?

Um Energie einzusparen, ist eine Nachtabsenkung sinnvoll. Zwischen 23:00 Uhr und 05:00 Uhr morgens sinkt die Raumtemperatur auf 18 °C ab.

Weitere Informationen und Downloads

 

 

Viele weitere wertvolle Informationen finden Sie auch Bundeministerium für Umwelt und Klimaschutz.