Die Zeit im Service Wohnen

15.05.2018

Es ist wieder soweit! – Ich werde euch von meinem Alltag bei der WOGEDO erzählen. Dieses Mal geht es um die Abteilung Service Wohnen. In dieser Abteilung geht es hauptsächlich um die Bereiche Vermietung, Instandhaltung und „Kundenbetreuung“.

Wir haben Techniker und wir haben Kaufleute! Beide Arbeitsgruppen arbeiten Hand in Hand um unseren Mietern möglichst effektiv helfen zu können. Die Techniker kümmern sich um die Instandhaltung und Modernisierung. Außerdem betreuen sie unsere Mieter in allen Fragen rund um technische Dinge. Unsere Kaufleute kümmern sich um den gesamten Mietprozess, den ich euch gleich ein wenig näher bringe. Meiner Meinung nach ist es auch absolut sinnvoll, dass beide Fachrichtungen zusammen in einer Abteilung vereint werden. Heutzutage geht es ja nicht mehr darum alles zu wissen, es geht darum sich mit seinem Wissen zu ergänzen.  Wenn Mieter spezielle technische Fragen haben aber mit einem Kaufmann sprechen, dann  kann man ganz leicht mit dem technischen Mitarbeiter Kontakt aufnehmen und um Hilfe bitten.

 

Eine ganz elementare Aufgabe der Kaufleute ist Wohnungen zu vermieten. Dazu kommt es immer wenn ein Mietvertrag gekündigt wird oder ein neues Objekt erbaut oder gekauft wurde. Wenn die neu freigewordene Wohnung bisher vermietet war, gilt es den Zustand zu erfassen, damit man in Erfahrung bringt ob die Wohnung noch zeitgemäß und zur Weitervermietung geeignet ist. Dies geschieht immer durch eine Vorbesichtigung des Objektes. War die Wohnung längere Zeit vermietet und es wurde länger nichts modernisiert, dann muss auf jeden Fall ein Techniker mitbesichtigen. Wenn das nicht der Fall war, dann reicht es vollkommen aus, wenn sich der Kaufmann die Wohnung anschaut. Außerdem geht es bei der Vorbesichtigung nicht nur darum, welchen Pflichten wir als guter Vermieter nachkommen müssen, sondern auch um die Pflichten des derzeitigen Mieters. Je nach Mietvertrag ist der Mieter verpflichtet Schönheitsreparaturen durchzuführen, allerdings gibt es auch Mietverträge für unrenovierte Wohnungen. In diesem Fall übernimmt der Mieter die Wohnung unrenoviert und darf diese auch so wieder übergeben.  Wenn es dazukommt, dass die gekündigte Wohnung sich nicht mehr in zeitgemäßen Zustand befindet, dann müssen wir modernisieren oder, falls alle Wohnungen nicht mehr in zeitgemäßem Zustand sind,  überlegen ob es nicht sinnvoller wäre dieses Objekt zu ersetzen.  Während meiner Zeit im Team Service Wohnen wurde ja auch ein Bestandsersatz gestartet, aber dazu kommen wir später!

 

Die Wohnung muss modernisiert werden – in diesem Fall muss man entscheiden was alles gemacht werden muss. Sollen die Fenster ausgetauscht werden? Die Elektronik erneuert werden? Neue Wohnfläche durch Einreißen von Wänden geschaffen werden? Diese Fragen stellen sich dann die Techniker. Diese beraten sich fortlaufend mit den Kaufleuten. „Lohnt es sich diese Wohnung mit Goldwasserhähnen auszustatten? – Nein, da sich die Wohnung in einer einkommensschwächeren Gegend befindet.“ Diese Diskussion wird man bei uns wahrscheinlich eher nicht vorfinden, aber ihr wisst wie ich das meine.  Das Zusammenspiel von Kaufleuten und Technikern ist extrem wichtig! Die Wohnung befindet sich jetzt in einem Zustand in dem man diese vermieten kann. Jetzt beginnen die Kaufleute die Wohnung auf verschiedenen Plattformen zu inserieren, führen Besichtigungen durch und müssen letztendlich den neuen Mieter bestimmen. Außerdem müssen viele bürokratische Tätigkeiten erledigt werden. Der Mietvertrag muss geschrieben werden, das SEPA-Mandat eingegeben, um die Miete vom Konto des Mieters abziehen zu können oder Listen zu diversen Themen geführt werden. Wenn all diese Dinge erledigt wurden, kann die Wohnung an den neuen Mieter übergeben werden. Diese Prozedere bestimmen oftmals den Tag der Vermieter. Aber es gibt auch andere Tage. Tage an denen sich der Vermieter um die bestehenden Mieter kümmern muss. Oftmals klagen die Mieter über Verstöße gegen die Hausordnung. „Mein Nachbar hat nach 22 Uhr laute Musik gehört“, so etwas hört man öfter mal. Aber in solchen Situationen ist man als Vermieter gefragt, muss sich unparteiisch verhalten und die Situation zur Zufriedenheit aller lösen. Vielleicht fragt ihr euch jetzt: Wieso kümmert sich nicht das Sozialmanagement darum? Da kann ich euch nur sagen, dass die Kapazitäten dafür nicht ausreichen. Wir haben einen Sozialarbeiter aber bekommen täglich neue Nachrichten von Mietern, die sich beschweren. Demnach kümmert sich der Sozialarbeiter um die Härtefälle, welche der vollen Aufmerksamkeit bedürfen und die sich nicht nach einem Schreiben geklärt haben können. Solche Tätigkeiten bestimmen den Alltag der Kaufleute.

 

Kommen wir jetzt zum Bestandsersatzprojekt, welches ich bereits angesprochen habe. Momentan haben wir bekannter Weise eines: Die Hagener Straße! Dieses Projekt bestimmt dauerhaft den Alltag im Büro.  Jahrelang wurde es geplant, jetzt beginnt die Umsetzung. Wir wollen unseren Mietern wieder qualitativ hochwertigen Wohnraum ermöglichen, der trotzdem bezahlbar ist. Zu diesem Entschluss sind wir gekommen. Es hätte sich nicht rentiert die Wohnungen zeitgemäß Instand zu setzen, da diese Investitionen im Verhältnis zu einem Neubau zu hoch gewesen wären. Aus diesem Grund helfen wir jetzt unseren Mietern in einem mehrjährigen Plan ein neues Zuhause bei der WOGEDO zu finden. Alles begann bei der Mieterversammlung im Januar. Bei diesem Event hat unser Vorstand dieses Vorhaben verkündet. Ab da begann die Arbeit für die Kaufleute. Es mussten Gespräche mit den Mietern stattfinden, um herauszufinden was ein neues passendes Zuhause sein würde. Ob diese in Gerresheim wohnen bleiben möchten oder doch in einen anderen Stadtteil ziehen möchten. Abgesehen davon war auch die Größe und Lage der Wohnung von Bedeutung. Es wurden in diesem Projekt jetzt schon bedeutende Erfolge erzielt und vielen Mietern konnte ein neues Zuhause bei der WOGEDO vermittelt werden.

 

Das war ein kleiner Einblick in die Welt des Teams Service Wohnen. In diesem Bereich kommt es niemals zum Stillstand, es wird nie langweilig! Also wenn euch diese Dinge gefallen, dann seid ihr auf jeden Fall richtig in diesem Beruf.

 

Bis zum nächsten Mal,

euer Benjamin