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Richtig Heizen und Lüften – gesund wohnen
Die Wärmedämmwirkung moderner Baustoffe, Türen und Fenster ist heute bedeutend höher als früher, zum Beispiel durch dichte, doppelverglaste Fenster. Um Energie zu sparen, ist das sinnvoll. Vorteil: Es entweicht keine Wärme nach draußen. Nachteil: Die Feuchtigkeit in der Luft wird nicht mehr abtransportiert, weil kein ständiger Luftaustausch, z.B. durch Ritzen am Fensterrahmen, stattfindet.

Nützliche Tipps und Tricks
Heizen Sie alle Räume ausreichend und vor allem möglichst gleichmäßig. Dies gilt auch für die Räume, die Sie nicht ständig benutzen.

Die richtige Luftzirkulation
Unterbinden Sie die Luftzirkulation nicht. Das ist besonders wichtig an Außenwänden. Möbelstücke sollten deswegen mindestens 5 cm (besser 10 cm) Abstand zur Wand haben, besonders solche auf geschlossenem Sockel.

Heizkörper
Behindern Sie nicht die Wärmeabgabe der Heizkörper durch Verkleidungen, lange Vorhänge oder vorgestellte Möbel. Eine gleichmäßige Wärmeverteilung ist sonst nicht möglich. Zusätzlicher Nachteil: Bei verbrauchsabhängiger Abrechnung registriert Ihr Heizkostenverteiler einen um 10 – 20 % erhöhten Verbrauchsanteil, weil er den Wärmestau nicht berücksichtigen kann.

Raum- und Wohnungslüftung
Schenken Sie der Raum- und Wohnungslüftung besondere Aufmerksamkeit, besonders bei fugendichten Fenstern. Sie dient nicht nur dazu, verbrauchte Luft durch hygienisch einwandfreie zu ersetzen. Eine wesentliche Aufgabe des Lüftens ist auch die Abführung von Wasserdampf, damit die relative Luftfeuchte keinesfalls die kritische Grenze für Kondensatbildung übersteigt.

Gezielte Stoßlüftung
Lüften Sie bedarfsgerecht und trotzdem energiebewusst. Dabei geht zwar etwas Heizenergie verloren, aber dies muss im Interesse gesunder raumklimatischer Verhältnisse und zur Vermeidung von Feuchteschäden hingenommen werden. Es kommt darauf an, diesen Verlust so gering wie möglich zu halten. Dies gelingt am Besten durch kurzes intensives Lüften. Sie sollten deswegen Fenster und Türen kurzfristig weit öffnen und nach Möglichkeit Durchzug schaffen. Nach ca. fünf bis zehn Minuten ist die verbrauchte, feuchte Raumluft durch trockene Frischluft ersetzt, die nach Erwärmung noch zusätzlichen Wasserdampf aufnehmen kann. Der Vorteil dieser „Stoßlüftung“ besteht darin, dass mit der verbrauchten Luft nur die darin enthaltene Wärme entweicht, während die in den Wänden und Einrichtungsgegenständen gespeicherte viel größere Wärmemenge im Raum bleiben kann. Sie hilft nach dem Schließen der Fenster mit, die Frischluft schnell auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Die „Stoßlüftung“ sollte mehrmals täglich wiederholt werden. Es ist dabei grundsätzlich darauf zu achten, die Wohnung nicht unbeaufsichtigt zu lassen.

Vermeiden Sie Dauerlüften insbesondere während der Heizperiode. Offene oder gekippte Fensterflügel verursachen ein Mehrfaches an Wärmeverlust gegenüber einer gezielten „Stoßlüftung“.

Schließen Sie beim Lüften die Heizkörperventile bzw. drehen Sie die Raumthermostate zurück. Aber Vorsicht bei Frost! Ein Abdrehen der Heizkörper darf nur bei einer kurzen Stoßlüftung erfolgen, sonst besteht die Gefahr, dass das Heizwasser im Heizkörper einfriert und der Heizkörper platzt. Bei Thermostatventilen, deren eingebaute Frostschutzsicherung das Ventil auch in der kleinsten Stellung automatisch öffnet, empfiehlt es sich, den Ventilkopf bei niedrigen Außentemperaturen durch ein Tuch vor der einströmenden Frischluft zu schützen.

Sie haben trotzdem ein Problem mit Feuchtigkeit? Unsere Teams helfen gerne! Sie haben alle Tipps beachtet und trotzdem sind Schimmelpilze und Feuchteschäden sichtbar? Dann beachten Sie hierzu auch unsere Tipps zum Thema Schimmelbildung, oder nehmen Sie mit Ihrem Team Kontakt auf.